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Und hinter tausend Stäben eine Welt ...

Wie ging das nun mit der Zigarette? Wie wurde ich die los? Zunächst einmal habe ich viel gelesen, Studien, Analysen, insbesondere auch viel Material, dass nicht aus Deutschland kommt. Dass es wichtig ist international zu gucken, wurde mir klar, als eher zufällig mitbekam, dass in Großbritannien die Regierung selbst aktiv Studien in Auftrag gibt, um zu erfahren, ob sie die E-Zigarette unterstützen soll oder nicht. In Deutschland passiert sowas eher nicht. Das ist hier keine Chefsache. Oder wir haben hierzulande eine stärkere Tabak-Lobby. Wer weiß?

Was Zigaretten betrifft, kann ich das, was ich herausgefunden habe, so zusammenfassen: Wir rauchen, weil wir nikotinsüchtig sind. Aber wir sterben tausenden von anderen Substanzen, die im Zigarettenrauch enthalten sind.

Es wird immer von Toten durch Nikotin geredet. Richtiger wäre, von Toten durch Zigaretten zu reden. Das ist nicht das gleiche. Die Presse vereinfacht hier grob fahrlässig. Auch wenn die Diskussion nicht zu Ende ist: Die überwiegende Mehrheit der Forscher beschreibt Nikotin zwar als pharmakologisch wirksam, aber nicht als krebserregend. Das sieht auch die Weltgesundheitsorganisation WHO so. Allerdings sollten Menschen, die bereits mit Krebs zu tun hatten, Nikotin meiden, weil Nikotin bereits existierende Tumore in ihrem Wachstum zu begünstigen scheint.

Wegen dieser Einsichten habe ich meine Haltung meiner Sucht gegenüber geändert. Ich bin nikotinsüchtig und mein erstes Ziel ist es nicht, diese Sucht zu überwinden, da mich Nikotin aller Wahrscheinlichkeit nach nicht umbringen wird. Wer allerdings mit Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen zu tun hat, sollte die Risiken des Nikotins nicht einfach weglächeln. Aber ich habe nichts dergleichen.

Mein erstes Ziel wurde es also, die Zigarette - nicht das Nikotin - loszuwerden. Und zwar, ohne zu leiden. Es gab Zeiten, in denen die Zigarette die einzige Möglichkeit war, als Süchtiger auf einfache Weise an sein Nikotin zu kommen. Ich halte das nicht mehr für zeitgemäß. Die E-Zigarette ist eine Methode, sich sein Nikotin zu verabreichen, ohne sich gleichzeitig noch über 4.000 weitere Substanzen verabreichen zu müssen, von denen nach heutigem Stand der Forschung mindestens 90 nachgewiesen krebserregend sind. Warum sollte das irgendwer noch freiwillig tun, wenn es bessere Alternativen gibt?

Schon im Mittelalter hat man Leute, die an chronischen Kopfschmerzen litten, operativ behandelt. Die Werkzeuge sahen so ähnlich aus wie die, die im Heimwerker-Werkzeugkasten meiner Kindheit zu finden waren. Drillbohrer und sowas. Das OP-Werkzeug war aus Holz gefertigt, vermutlich aus hygienischen Gründen. Man hat den Leuten mit dem Bohrer ein Loch in den Kopf gebohrt, damit der Druck entweichen konnte. So sollten die Schmerzen verschwinden. Die Schmerzen verschwanden tatsächlich. Die Patienten starben in der Regel.

So ähnlich ist das mit der Zigarette auch. Der Nikotin-Jieper verschwindet, wenn Du Dir eine ansteckst, aber Du stirbst. Zwar nicht sofort. Aber mit jeder Kippe ein kleines Stück. Und am Ende bist Du genau so tot wie der Typ, den man von seinen Kopfschmerzen befreit hat. Schon rein technisch muss es im dritten Jahrtausend schonendere Wege geben, sich als Nikotinsüchtiger seine Droge zu verabreichen. Die E-Zigarette ist ein solcher Weg. Aber nicht der Einzige.

Es gibt andere Produkte wie etwa Nikotinkaugummi oder Nikotinsprays. Aber die funktionieren für mich nicht so gut. Es gibt nämlich eine starke psychologische Komponente beim Rauchen. Das Päuschen für die Zigarette gibt uns Zeit nachzudenken. Wir können mit Freunden zusammenstehen, rauchen und quatschen. Die Zigarette zum Kaffee. Die Zigarette nach dem Essen. Ihr kennt das sicher. Bei mir sind diese psychologischen Aspekte der Sucht sehr mächtig. 

Das Rauchen war mit vielen meiner Lebenssituationen fest verknüpft. Nach dem Essen ein Nikotinpflaster aufzukleben, bringt es für mich nicht. Das funktioniert psychologisch nicht, ist äußerst unbefriedigend. Die E-Zigarette aber ist für mich der Star! Ich kann alle lieben Gewohnheiten beibehalten, kriege nicht nur mein Nikotin, sondern behalte auch mein soziales Raucherlebnis.

Ich möchte nicht an Substanzen sterben, die nichts mit meiner Sucht zu tun haben. Deshalb mussten im ersten Wurf die Zigaretten weg. Nachdem das geschafft ist, wird Nikotin das nächste Thema. Aber immer schön eins nach dem anderen.

Ich habe viel gewonnen, seit ich die tödlichen Chemikalien weglasse. Ich bin nicht mehr kurzatmig, ich habe keinen Husten mehr, ich fühle mich viel vitaler, und mein Gewicht ist wieder so, dass ich mich in meiner Haut gut fühle. So werde ich gern auch sehr alt.

Bild: Adobe Stock, Rawf8

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