Kostenloser Versand ab € 50,- Bestellwert
Rechnung, Finanzierung, Lastschrift, Sofort, Vorkasse
Morgens bestellt, am gleichen Tag versandt*
Kostenlose Hotline 0800 123 454 321

Rauchen - Angewohnheit oder Sucht?

Warum können viele Raucher nicht aufhören, obwohl sie es möchten? Im Grunde reicht es doch aus, sich die gesicherten Erkenntnisse zu den Gefahren des Rauchens vor Augen zu führen. Angesichts dieser Risiken erscheint es völlig unverständlich, warum Raucher dennoch der Zigarette treu bleiben.

Die Gefahr, an Krebs zu erkranken, ist schon beängstigend. Lungenkrebs tritt bei Rauchern besonders häufig auf. Aber auch Krebserkrankungen an Körperstellen, die direkt dem Rauch ausgesetzt sind (Kehlkopf, Bronchien, Mund-, Nasen- und Rachenraum), werden vom Rauchen stark begünstigt. Und selbst für Krebs der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Nieren, der Harnblase und sogar des Gebärmutterhalses ist Rauchen ein wesentlicher Risikofaktor.

Als wäre das Krebsrisiko nicht schon genug, gehört das Rauchen zu den wichtigsten Ursachen für Arteriosklerose, bei der sich in den Arterien Ablagerungen bilden und die Blutgefäße verengen. Das verringert die Durchblutung und kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßverschluss (z.B. Raucherbein) führen. Es heißt, jeder zweite Raucher stirbt an den Folgen.

Weiter führt das Rauchen zu Atemwegserkrankungen, da die Substanzen im Rauch zu Entzündungsreaktionen führen. Die Bronchien sind permanent gereizt. Der Teer im Tabakrauch verklebt die für die Selbstreinigung der Atemwege so wichtigen Flimmerhärchen. Der Schleim kann nicht mehr abtransportiert werden. Es kommt zu Atembeschwerden, Kurzatmigkeit und chronischem Husten. Auch die Überblähung der Lungenbläschen ist eine mögliche Folge. Die meisten an COPD (chronisch-obstruktive Lungenkrankheit) erkrankten Personen sind Raucher.

Rauchen fördert die Hautalterung. Die Haut wird schlechter durchblutet. Und der Tabakrauch enthält Substanzen, die die Hautzellen aktiv schädigen. Dadurch verschlechtert sich der Teint, die Haut wird früher faltig und verliert ihre Elastizität. Im Mundraum fördert das Rauchen die Parodontitis. Der Rückgang des Zahnfleisches kann zum Zahnverlust führen. Aufgrund der insgesamt schlechteren Durchblutung kann es bei rauchenden Männern zu Erektionsstörungen kommen. Rauchen schädigt die Spermien. Raucherinnen sind weniger fruchtbar als andere Frauen.

All dies gesagt, bleiben die meisten Raucher dennoch bei der Zigarette. Begründet wird das oft damit, dass Rauchen Spaß mache und ein Genuss sei. Gerade bei der älteren Generation - zu der auch ich gehöre - ist das Rauchen mit einem ausgesprochen positiven Image verknüpft: Raucher sind freier, geselliger, weltoffener und abenteuerlustiger und haben ein erfüllteres Leben als Nichtraucher. Dies wurde uns jahrzehntelang durch die Werbung eingehämmert. Ich habe selbst 40 Jahre lange geraucht und habe eben diese Argumente vorgetragen. Tatsächlich aber war das Rauchen für mich mit 50 Zigaretten am Tag kein Genuss. Mit jeder neuen Zigarette habe ich die Entzugserscheinungen der letzten bekämpft und mein Mund schmeckte nach Aschenbecher. Doch so gern ich aufgehört hätte, habe ich es dennoch lange nicht geschafft, weil ich das Thema nicht ernst genug genommen habe.

Es hat mir geholfen, dass ich mir irgendwann eingestanden und akzeptiert habe, dass mein Rauchen eben keine Angewohnheit, sondern eine Sucht ist, die mein Denken so sehr beeinträchtigt hat, dass ich nicht frei entscheiden konnte, damit aufzuhören. Niemand sieht sich gern als Süchtigen. Aber mir half es dabei zu erkennen, dass meine Argumente für das Rauchen nur dem Entzug (oder der Angst davor) entsprungen waren, nicht dem freien Willen. Das Suchtgehirn schafft es nicht nur, alle Fakten zu den Gesundheitsrisiken komplett zu verdrängen, sondern auch die enormen Kosten des Rauchens als gottgegeben hinzunehmen. Ich habe aufgehört, mir was vorzumachen.

Mir geht es dabei nicht so sehr um die wissenschaftliche Betrachtung und Unterscheidung von Sucht und Gewohnheit, sondern um mein Selbstbild. Mit einer Angewohnheit gehe ich bei mir sehr viel gnädiger um als mit einer Sucht. Erkenne ich eine Sucht, dann geht bei mir der Alarm los, insbesondere dann, wenn ich merke, dass ich mir damit so sehr schade, dass es die Lebensqualität einschränkt. Erst als ich meinem süchtigen Hirn nicht mehr vertraute, konnte ich aktiv werden.

Ich will nicht ausschließen, dass das Rauchen für manche Leute eine Angewohnheit ist, die einfach abgelegt werden könnte. Vermutlich haben viele dieser Raucher das bereits getan, als die Risiken endgültig bewiesen waren. Einfach, weil es vernünftig ist. Für viele andere, mich eingeschlossen, aber ist das Rauchen eine Sucht, die sie nicht ohne Hilfe beherrschen können. Ich schreibe bewusst in der Gegenwart, obwohl ich vor drei Jahren zur E-Zigarette gewechselt bin und seither keine Zigarette mehr angefasst habe. Ich habe gelernt, das Suchttierchen in mir auszutricksen, aber es ist noch da.

Erst als ich meine Sucht anerkannt hatte, konnte ich mich im Detail mit den Wirkungen des Tabakrauchs auseinandersetzen. Das Nikotin in der Zigarette ist für den körperlichen Teil der Sucht verantwortlich. Ich fand aber heraus, dass das Nikotin allein keinen wesentlichen Anteil an den Gesundheitsrisiken des Rauchens hat. Insbesondere ist Nikotin nach aktuellem Stand der Forschung nicht krebserregend. Krank machen die anderen Substanzen im Tabakrauch, von denen es mehrere Tausend gibt. Von über 90 dieser Substanzen wissen wir heute, dass sie krebserregend sind. So kam ich auf den Gedanken, es mit der E-Zigarette zu probieren.

Ich dampfe heute Liquids mit Nikotin, weil ich noch immer den Entzug fürchte, aber all die anderen Substanzen im Tabakrauch sind Geschichte und kommen mir nicht mehr ins System. Und das merke ich deutlich: Kurzatmigkeit und Husten sind für mich kein Thema mehr. Und im Unterschied zum Tabakrauch ist der Dampf aus der E-Zigarette tatsächlich ein Genuss, weil er gut schmeckt. Ich möchte gern gesund sein und bleiben. Ich habe die Sucht nicht überwunden, aber mit der E-Zigarette macht sie mich nicht mehr krank. Das Risiko ist deutlich kleiner geworden.

Aufhören - entweder ganz oder gar nicht. So ist es häufig von Tabakgegnern zu hören. Auch wird gewarnt, dass mit Ersatzprodukten für die Zigarette die Abhängigkeit nicht aufgelöst wird. Ich persönlich finde diese "reine Lehre" vom Rauchstopp nicht hilfreich. Eine Abhängigkeit mit geringem Gesundheitsrisiko ziehe ich jederzeit einer Abhängigkeit mit extremem Gesundheitsrisiko vor.

Mein Tipp für Raucher, die den Totalentzug nicht schaffen: Gehen Sie einen Schritt nach dem anderen: Tun Sie zunächst etwas für Ihre Gesundheit, indem Sie auf den Tabakrauch verzichten, und kümmern Sie sich im zweiten Schritt um die Abhängigkeit, z.B. indem Sie sukzessive den Nikotingehalt Ihres Liquids reduzieren. Wer alles auf einmal möchte, bekommt vielleicht am Ende nichts und bleibt Raucher. Und jeder zweite Raucher stirbt an den Folgen. Das kann es ja wohl nicht sein!

Wenn Sie sich umfassend über Chancen und Risiken der E-Zigarette informieren möchten, empfehle ich Ihnen das Buch 'Die E-Zigarette - Fakten und Mythen' von Prof. Dr. Bernd Mayer, der die Erkenntnisse aus vielen Studien umfangreich zusammengetragen hat.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.